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Unter dem Motto „Berliner Spreepark “ buchten wir vor unserem Berlin Besuch eine der letzten Spreepark Führungen durch den alten Vergnügungspark .

Der Spreepark war der einzige Freizeitpark im früheren Ost-Berlin und später auch im Osten Deutschland. Dieser wurde aber schon vor ewigen Zeiten geschlossen. Der Belantis Park in Leipzig ist nun der einzige Freizeitpark im Ostdeutschen Raum.

Nach der Wende übernahm die Familie Witte den „Berliner Spreepark“ der zu DDR Zeiten „Berliner Kulturpark“ hiess. Leider konnte die Familie Witte den Freizeitpark ,nicht nur aus politischen Gründen nicht halten und erhalten Daraufhin musste er doch am Ende geschlossen werden. Seid der Schliessung liegt der Park brach. Aber dank eines jungen Mannes der sich sehr mit der Geschichte dieses Parks beschäftigt und beschäftigt hat, konnte man lange Zeit Führungen durch den stillgelegten Freizeitpark machen. Seid 2009 hat sich Christopher Flade mit der Inhaber Tochter Sabrina Witte zusammen getan um diese Führungen durchzuführen.

Das Grundstück mit dem Park wurde am 01.Mai 2014 dem Land Berlin wieder zurückgegeben. Daher hatten wir Glück  einer der letzten Besucher vor der endgültigen Schliessung gewesen zu sein.

Unser erstes Highlight vorweg: Sabrina Witte führte uns durch den Park und offenbarte uns einige „dunkle und tiefe Geheimnisse“.Über 2 Stunden führte sie uns mit unheimlich viel Lust und Spaß durch ihre Kindheit den sie mit dem Park verband. Natürlich erzählte sie uns von einigen Dingen die vor allem für uns , Nicht-Berliner, unbekannt und neu waren. Obwohl wir uns natürlich schon vor unserem Berlin Besuch über den bekannten „Lost Place“ informiert haben, waren doch viele kleine Geschichten von Sabrina erzählt viel lebendiger. „Berühmt“ wenn man das überhaupt so sagen darf, wurde Familie Witte leider mehr durch die Unvernunft des Vaters. Vater Witte hatte, nachdem es in Berlin immer mehr bergab ging, einen Traum von einem Freizeitpark in Peru. Genauer gesagt in Lima. Südamerika hatte wohl zur damaligen Zeit noch nicht so einen Freizeitpark wie es schon in Europa üblich war. Der „Luna Park“ in Lima wurde leider nie eröffnet und Vater Witte kam mit zwielichtigen Personen in Kontakt. Nicht nur der Traum vom Park zerplatzte auch die Familie wurde zerstört. Das Fahrgeschäft „Fliegender Teppich“ hat bei Sabrina Witte eine ganz andere Bedeutung. Denn darin schmuggelte Vater Witte Drogen und man nannte von da an den Teppich nur noch „Koksteppich“. Herr Witte saß seine Strafe in Berlin ab, sein Sohn, der damals in Peru blieb, sitzt allerdings heute noch für die Taten seines Vaters in einem Gefängnis in Lima. Sehr bedrückt erzählte uns Sabrina Witte diese sehr stark emotionale Geschichte ihrer Familie.

Nach dieser Geschichte erzählte uns Sabrina auf fröhliche Weise was wo stand. Fragte Besucher die den Park noch zu DDR Zeiten als Kulturpark kannten. Auch erzählte sie uns von der Waffelbude die sie als Jugendliche geführt hatte um ihr Taschengeld aufzubessern oder wie sie abends noch nach Parkende mit ihren Geschwistern den Park unsicher gemacht hat. Der Ärger der Eltern war natürlich vorprogrammiert , aber heutzutage gibt sie neidlos zu das es eine der schönsten Kindheitserlebnisse war die sie erlebt hat.

Auf meinen Bildern seht ihr so einige Sachen die bis zur Übergabe noch im Park vorhanden waren.

Amerkung: Sabrina Witte und Christopher Flade machen auch jetzt nach der Schliessung noch Führungen. Allerdings ausserhalb des Parkes.
Wir wünschen Sabrina und Christopher viel Glück und Erfolg für ihr weiters Projekt „der Spreepark darf nicht in Vergessenheit geraten“. Denn wer weiss, vielleicht wird dieser ja doch noch mal von der Stadt Berlin aus seinem Dornröschenschlaf erweckt und damit eine weitere Geschichte für Berlin belebt.

 

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