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Hier berichte ich über unsere schöne kleine und leider viel zu kurze Reise im Dezember 2012 nach Newcastle/Nordengland.

 

Zu Anfang: Wir sind nur durch Zufall zu dieser Reise gekommen, da wir wie heutzutage üblich, von Werbung per Email erschlagen werden. Doch was soll ich sagen? Diese Werbung war zu diesem Zeitpunkt genau die Richtige für uns. Wir beschenkten uns quasi mit einer kleinen Kurzreise kurz nach Weihnachten. Und um Dir lieber Leser vielleicht auch ein bisschen Appetit auf Nordengland zu machen, beschreibe ich hier unsere Erlebnisse.

 

Unser erster Reisetag war der 26.12.2012.

Einen Tag nach dem ersten Weihnachtsfeiertag machten wir uns früh morgens von Bergisch Gladbach auf, um Newcastle in Nordengland zu besuchen. Wir fuhren zunächst Richtung Amsterdam, denn in Ijmuiden sollte uns das Schiff der Fährgesellschaft DFDS ,nach Newcastle bringen.

Nach ca. 3 Stunden Autofahrt besuchten wir zunächst Amsterdam, denn die Stadt liegt auf dem Weg und ist nur ca. 30 Autominuten von Ijmuiden entfernt.

Frisch und vor allem früh angekommen empfing uns Amsterdam an diesem Tag mit einem sonnigen Lächeln. Trotz der winterlichen Kälte, war die Sonne sehr warm und die Stadt wurde dadurch natürlich noch viel besser in Szene gesetzt.

Wer sich für Amsterdam als Stadtreise interessiert, sollte gewarnt sein. Das Parken ist nicht immer ganz günstig im Vergleich zu unseren heimischenVerhältnissen. Zu empfehlen wäre nicht direkt an der Strasse zu parken, da man erstens selten einen freien Parkplatz erwischt und dann auch noch alle 20 Minuten zum Parkscheinautomat hinrennen und diesen „füttern“ darf. Selbst am Wochenende oder Feiertag sagt der Automat „Bitte zahlen“.

Wir parkten in der City und waren direkt mitten im Geschehen. Uns wunderte nur, das an diesem Tag alle Geschäfte geöffnet hatten. Außerdem hatten wir mit so einer Menge von Menschen nicht gerechnet.

Amsterdam zeigt durch seine Architektur das sich Modernes und Altes sehr gut verträgt und wer sich für Architektur interessiert, wird hier sehr gut bedient.

Wir schlenderten an der Rokin ,die in die Damrak führt, entlang und beobachteten die Touristen die selbst an diesem Tag eine Grachtenfahrt erleben konnten. Da wir leider nicht so viel Zeit hatten, verschoben wir dieses vorhaben. Denn Amsterdam wird uns bestimmt als Städtereisende wiedersehen.

Ich habe einige Bilder dieser Stadt meinem Bericht beigefügt so das du lieber Leser dir ein eigenes Bild von dieser Stadt machen kannst. Denn wie heisst es so schön: Bilder sagen mehr als 1000 Worte.

Sehenswürdigkeiten gibt es dort, wie Sand am Meer:

Madame Tussauds Wachsfigurenkabinett, viele Kirchen, Museen, Monumente, tolle Gebäude, einen Zoo und noch vieles mehr. Die komplette Liste würde hier den Platz sprengen.

Der Bahnhofsvorplatz wurde zu unserem Besuchszeitpunkt in neue Schale geworfen. Wie weit sie jetzt sind , kann ich zu diesem Zeitpunkt leider nicht sagen.

Nach unserem kurzen, aber schönen Besuch in Amsterdam fuhren wir weiter nach Ijmuiden.

Ersteinmal vorweg, wer meint mit der Fährgesellschaft DFDS eine Kreuzfahrt a la AIDA und Co zu erleben, der täuscht sich sehr. Diese Schiffe sind Transport und Personenschiffe und haben nichts mit Kreuzfahrten im herkömmlichen Sinne zu tun. Aber das war uns ja ein Glück schon vorher bekannt, denn durch unsere häufigen Reisen nach Skandinavien kennen wir diese Schiffe bereits.

Angekommen am Fährhafen, übrigens leicht und einfach ausgeschildert und natürlich auch fürs Navi leicht zu finden, suchten wir in aller Ruhe einen Parkplatz. Da bis zu diesem Zeitpunkt noch kein Parkhaus gebaut war (es soll laut DFDS in Planung sein) stellten wir unser Auto direkt gegenüber des Terminals auf einem Schotterplatz ab. Einfach, gut und auch noch kostenlos.

Der Check-In begang für diese Fahrt ab 14:30 Uhr und um diesen Dreh waren wir dann auch da. Eine nette und überaus freundliche Mitarbeiterin von DFDS kontrollierte unsere Papiere und beantwortete uns noch ein paar unserer Fragen. Wir müssen dazu sagen: Einfach tolles und nettes Personal. Wir können nur gutes über die Mitarbeiter von DFDS berichten. Denn egal wo wir uns befanden: auf dem Schiff, im Terminal oder auch am Telefon (ich hatte ein paar Tage vorher mit einer Dame von  DFDS betreffend Hundemitnahme telefoniert) waren sie sehr nett, zuvorkommend und hilfsbereit. Da könnten sich einige Mitbewerber hier in Deutschland ein Beispiel dran nehmen und lernen was Service bedeutet. Selbst in Deutsch wurde uns weiter geholfen und damit hatten wir ja nun gar nicht gerechnet.

Kurz zum Schiff:

Wir fuhren mit der KING SEAWAYS. Das Schiff war sauber und ordentlich. Und da wir mit 4 Personen gereist sind, besaßen wir 2 Kabinen. Das war in dem wirklich tollen Angebot so eingeplant und darauf freuten sich unsere Kinder nochmals mehr. Für die beiden hieß es somit „Sturmfreie Kabine“.

Da wir ja im Dezember gefahren sind, nahmen wir nur eine Innenkabine, denn sehen kann man ab 17:00 Uhr weder auf der Niederländischen noch auf der englischen Seite etwas. Es ist einfach nur Dunkel. Morgens ist leider auch vor 8:00 Uhr nichts zu sehen. Aber das störte uns nicht. Wir fanden 2 saubere und ordentliche Innenkabinen vor. Dusche, WC und die Betten waren perfekt sauber. Mensch was willst du mehr !?!

Pünktlich um 17:30 Uhr legte das Schiff ab, trotz Dunkelheit und Kälte genossen wir die Ausfahrt aus dem Hafen an Deck Richtung offenes Meer. Hier blieben wir ca 2 Stunden lang da wir erst für 19:30 Uhr im „7 Seas“ dem Buffet Restaurant an Bord einen Tisch gebucht hatten. Der Duft des Essens strömte uns bereits überall entgegen. Es kann natürlich auch sein, das wir es uns einbildeten da die letzte Mahlzeit doch schon sehr lange her war. Das Frühstück war um 6:00 Uhr morgens und langsam knurrte doch jedem das kleine Bäuchlein.

Auf der Fähre nach England kann man folgende Dinge unternehmen:

Essen !! Entweder im À la carte Restaurant „Blue Riband“, im Steakhouse „Explorers“, im Latitude Cafè, Bake`n Coffee und in der Navigators Bar. Die Sky Bar oder Mermaid Bar auf dem Sonnendeck ist allerdings nur im Sommer geöffnet. Was aber auch wirklich Auswahl genug sein sollte. Die Nordsee soll ja ziemlich rauh sein, so hatten wir zumindest gehört. Wir haben allerdings nichts davon mitbekommen. Wenigstens nicht wirklich. Natürlich schaukelte das Schiff ganz ordentlich. Wenn man genau auf den Schornstein des Schiffe schaute, merkte man das wir in nicht ganz ruhigem Fahrwasser fuhren.

Übrigens ein „Nachtclub“ und ein Mini Casino ist auch noch vorhanden. Natürlich darf ich die berühmte Sports Bar und das Kino nicht zu vergessen. Für die Kinder haben sie einen Kids Club, der aber für unsere Jungs doch eindeutig zu „jung“ war. Einkaufen kann man natürlich auch, falls man sich nach dem üppigen und leckeren Büffet überhaupt noch bewegen kann.

 

Am 27.12.2012 erreichten wir nach einem guten reichhaltigen Frühstück die Stadt Newcastle. Natürlich auch mit typisch englischem Wetter. Es gab schon am frühen morgen kleine Schauer. Von dem schönen Wetter in Amsterdam, war leider nichts mit uns nach England gekommen. Aber wir hatten trotzdem gute Hoffnung denn man ist ja schliesslich im Urlaub.

Wie heisst es doch so schön?
Es gibt kein schlechtes Wetter sondern nur schlechte Kleidung !!

Naja, an unserer Kleidung sollte es auf jedenfall nicht liegen. Tief eingemummelt in dicken Sachen schauten wir von DECK 9 zu, wie wir in Richtung Hafen nach Newcastle fuhren. Sehr schön und beschaulich fuhren wir an einer alte Ruine, der Tynemouth Castle vorbei, danach kam das Collingwood Monument und mit einiger Ruhe und Gemütlichkeit genossen wir das Einlaufen des Schiffes in den Hafen

Was uns auch sehr gut gefallen hatte, war die Organisation die DFDS seinen Kurzurlaubern anbietet. Es gibt einen kostenlosen Bus-Transfer in die City von Newcastle upon Tyne. Die Busse warteten bereits draussen vor dem Terminal und nach kurzer Pass- und Zollkontrolle betraten wir englischen Boden. Als erstes machten wir unsere Kinder nochmals darauf aufmerksam das der Strassenverkehr eindeutig andersherum gehalten ist als auf dem Festland. Umdenken war also angesagt. Wie die Lemminge liefen wir dann den anderen Touristen hinterher und genossen die Fahrt in die Stadt in einem typischen Doppeldecker Bus. Die Fahrtdauer schätzen wir auf ca 20 Minuten. Eine kurze Info wo und um wieviel Uhr die netten Busfahrer uns wieder einsammelten und schon wurden wir in den englischen Verkehr entlassen.

Tja und da standen wir nun. Typisch als Touristen gekennzeichnet mit Fotorucksack und natürlich einem Stadtplan ausgerüstet schlenderten wir durch die Straßen von Newcastle. Auch hier habe ich einige Bilder beigefügt.

Die Gateshead Millennium Bridge, die High-Level Bridge, die Swing Bridge, das Sage Gateshead, Newcastle Kathedrale, diverse Monumente und einige Impressionen die uns gut gefallen haben.

Hier alles aufzuzählen wäre wiederum eindeutig zu lang.

An der Central Station sammelte man uns dann wieder ein und brachte uns zum Schiff, welches den Tag über hier im Hafen lag. Da wir doch etwas früher am Terminal ankamen als gedacht, schlenderten wir noch etwas ausserhalb des Terminals herum und genossen einfach die Aussicht auf das Geschehnis im Terminalbereich.

Ach ja, das Wetter hielt sich überraschender Weise zu unseren Gunsten. Ein einziger Regenschauer hatte uns erwischt, auf dem Weg zu den Brücken. Danach war es zwar bewölkt aber trocken.

Auch diesen Abend speisten wir im „7 Seas“. Und wieder war das essen perfekt. Danach besuchten wir die Bar und ließen den Tag ausklingen. Wir fuhren nun zurück  nach Ijmuden/Amsterdam.

28.12.2012 war leider alles wieder vorbei. Wir zelebrierten das Frühstück in aller Ruhe und verliessen fast ein wenig traurig um 9:30 Uhr das Schiff und versprachen recht bald wieder zu kommen. Denn Newcastle hat es verdient nocheinmal besucht zu werden. Diesmal aber für einige Tage mehr, denn – aber das ist natürlich nur unsere Auffassung – England hat sehr viel Geschichte und Historisches zu bieten.

Zum Abschluss fuhren wir durch das Hafengebiet, besuchten einen Leuchtturm, winkten den Möwen zu und machten uns auf dem Weg zurück nach Hause.

 

Fazit: Wir fahren jederzeit wieder gerne mit der Fährgesellschaft DFDS, im Sommer gerne mit einer Aussenkabine, damit man auch den Sonnenuntergang und das Meer geniessen kann. Amsterdam hat auch jederzeit einen weiteren Besuch verdient, da es dort auch viele Ecken gibt, die wir leider noch nicht entdeckt haben. Und Newcastle liegt ganz weit oben auf unserer England Beliebtheitsskala. Eine Stadt, die etwas eigenwillig, aber wirklich sehr nett ist. Auch hier trifft Alt auf Modern. Damit schließt sich der Kreis.

 

 

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